Auf Grund der Entwicklung der letzten Jahrzehnte gibt es nördlich und südlich der Donau unterschiedliche Ausgangsbedingungen. Als Folge des Infrastrukturausbaus nördlich der Donau, der Grenzöffnungen und der EU-Erweiterung tritt nun ein gewisser Nachzieheffekt ein.
Dies ist wiederum ein wichtiger Ansatzpunkt für das Stadt-Umland-Management: Das SUM versucht, aus einer ganzheitlichen Sicht diese Entwicklungen zu koordinieren und auszugleichen.
Ein Kurzbericht über die SUM Aktivitäten im Jahr 2009 steht hier zum Herunterladen bereit.
Für die gesamte Stadtregion Wien werden zur Zeit folgende Fragestellungen bearbeitet:
VIA SUM
VIA SUM steht für Vorgehen zur Information und Abstimmung bei regionalen Projekten im Rahmen des Stadt-Umland-Managements und wurde im Zeitraum Herbst 2007 bis Herbst 2008 entwickelt. Mit der Projektbegleitung war das Büro stadtland, DI. Sibylla Zech und DI. Stefan Klingler, beauftragt.
Ziel von VIA SUM ist, dass in der „Stadtregion Wien“ zukünftig Projekte mit gemeindeübergreifenden Auswirkungen rechtzeitig mit den betroffenen Nachbargemeinden bzw. der Region diskutiert werden. VIA SUM wird nicht als Initiative gegen Projekte gestartet sondern für eine bessere Information und Abstimmung von Projekten in der Stadtregion. Das setzt voraus, dass es einen definierten Informations- und Diskussionsablauf gibt. Dieser kann nur mit den Beteiligten, also Ländern, Bezirken und Gemeinden entwickelt werden. Die zu klärenden Fragen lauteten zum Beispiel:
- Wer entscheidet, ob ein Projekt Auswirkungen auf Nachbargemeinden bzw. die Region hat?
- In welchem Stadium der Projektentwicklung und wie sollen Informationen zum Projekt kommuniziert werden?
- Welche Verbindlichkeit kann ein regionaler Meinungsbildungsprozess haben?
- Wie kann eine optimale Abstimmung mit den Behördenverfahren garantiert werden?
Vorbilder für VIA SUM gibt es zum Beispiel in den deutschen Stadtregionen Bremen und Südniedersachsen. Weitere Informationen zu VIA SUM finden Sie hier.
Regionale Entwicklung im Einzelhandel
Ein Arbeitskreis, bestehend aus VertreterInnen der Planungabteilungen und der Wirtschaftskammern der Länder Niederösterreich und Wien, beschäftigt sich in periodischen Arbeitstreffen mit der Entwicklung des Einzelhandels in der Stadtregion. Neben dem Erfahrungsaustausch werden auch gemeiname Aktivitäten initiiert, wie die (getrennte) Beauftragung der Kaufkraftsstromanalysen oder aktuell Untersuchungen zur Entwicklung der Verkaufsflächen und damit verbunden der Nahversorgungsqualität.
Verkehrskoordination Region Wien - Niederösterreich
Unter Federführung der Wiener Baudirektorin DIin Brigitte Jilka und des Leiters der Gruppe RU beim Amt der NÖ. Landesregierung, Univ. Prof. Dr. DI Friedrich Zibuschka wurde eine Plattform in der Planungsgemeinschaft Ost etabliert, in welcher regionale Verkehrsfragen und Projekte abgestimmt werden. Daraus abgeleitete regionale Fragestellungen werden im Rahmen des SUM mit Entscheidungsträgern vor Ort diskutiert, z. B. Straßenbahnverlängerung Schwechat, Regionalbusanbindung an zukünftige neue U-Bahn-Endstellen (U2, U1) oder das Thema Stellplatzregulative (Stellplatzbestimmungen in den Bauordnungen der Länder und Gemeinden).
Entwicklung eines Landschaftskontomodells
Im Rahmen des Stadt-Umland-Managements arbeiten ExpertInnen der Länder Wien und Niederösterreich an der Entwicklung eines Modells für "die interkommunale, regionale Entwicklung und Bewirtschaftung" von Grünräumen nach dem Vorbild des deutschen Ökokontos. Hinter diesem komplizierten Begriff steckt ein einfaches Prinzip: Ökologische Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen sollen an den regional sinnvollen Standorten umgesezt werden. Das Instrument "Landschaftskonto" kann somit Gemeinden, Behörden, Investoren unterstützen und gleichzeitig einen Beitrag zur regionalen Lebensqualität leisten. Weitere Informationen
Freizeitkarte Stadtregion Wien
Erstmalig wurden Radwege sowie ausgewählte Freizeittipps in gemeinsamen Karten für Wien und das benachbarte Umland dargestellt. Insgesamt sind acht Karten im Maßstab 1:35.000 erforderlich, um die gesamte Stadtregion abzubilden. Das komplette Kartenset ist seit dem Frühjahr 2009 im Fachhandel erhältlich (Freizeitkarte Wien und Niederösterreich, Verlag Schubert & Franzke). Im nächsten Schritt ist die Einarbeitung der Informationen in das gemeinsame Verkehrstelematikportal der Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland geplant (ITS Vienna Region), www.anachb.at.
Lobbying für das Handlungsfeld Stadtregionsentwicklung
Die Interessen der Stadtregionsentwicklung werden in diversen Beiräten, Steuerungsgruppen, Geschäftsstellen wahrgenommen, etwa in der Planungsgemeinschaft Ost, beim Verein Niederösterreich / Wien- gemeinsame Erholungsräume, in der Leader Region Römerland Carnuntum, im MAREV (Regionalentwicklungsverband Marchfeld), in der Leader Region Marchfeld, im Biosphärenpark Wienerwald und im Dialogforum Flughafen Wien Schwechat.
