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Regionalpark "DreiAnger": Grünraumspange Bisamberg - Gerasdorf - Norbert-Scheed-Wald

Das von der EU im Rahmen des Alpine Space Programmes geförderte transnationale Projekt "LOS.DAMA", wurde im November 2016 gestartet und läuft bis Ende Oktober 2019. Das Projekt soll in Wien und anderen wachsenden europäischen Städten und Stadtregionen des Alpenraums Strategien und Werkzeuge entwickeln, die zur Sicherung und Weiterentwicklung der Kulturlandschaft beitragen. Die Federführung im lokalen Pilotprojekt für die Stadtregion Wien liegt bei der Stadtentwicklung Wien (MA 18).

In diesem lokalen Pilotprojekt, das maßgeblich vom SUM initiiert wurde, geht es um eine Grünspange an der nördlichen Wiener Stadtgrenze, die den Bisamberg mit dem Norbert-Scheed-Wald und letztlich mit dem Nationalpark Donau-Auen verbindet. Der Landschaftsraum vom Bisamberg, dem letzten Ausläufer der Alpen, über den Rendezvousberg in Wien-Floridsdorf, die Stadtgemeinde Gerasdorf und weiter über Wien-Süßenbrunn bis hin zum Norbert-Scheed-Wald in Wien-Donaustadt soll strategisch und in gemeinsamer Arbeit über die Landes- bzw. Stadtgrenze hinweg entwickelt, aufgewertet und in ausreichendem Maß gesichert werden. Im Fokus ist dabei die Kulturlandschaft mit ihren Funktionen Naherholung, Landwirtschaft, Ökologie etc. Das Projekt dient aber auch als Lernfeld für die Regionale Governance in der Stadtregion.

Im 2017 wurde in einem Stakeholder-Prozess über die Stadt- bzw. Landesgrenze hinweg ein Landschaftsplan erarbeitet. Der Landschaftsplan wurde in intensivem Kontakt mit der Steuerungsgruppe und weiteren relevanten Stakeholdern (Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz, Materialgewinnung ...) sowie unter Beiziehung von Bürgerinnen und Bürgern aus Gerasdorf und Wien erarbeitet. Im Frühsommer wurde nach einer zweitägigen Ideenwerkstatt mit BürgerInnen eine Grünraumkonferenz mit der Lokalpolitik und den weiteren relevanten Stakeholdern abgehalten. Es folgten gemeinsame Bereisungen (Begehung, Radexkursion, Exkursion auf die Mülldeponie Rautenweg). Nun liegt der Fokus des Pilotprojektes auf der Entwicklung des lokalen Aktionsplans, in dem ein Pool von zahlreichen konkreten (Einzel)maßnahmen zur Umsetzung vorbereitet wird. Die intensive Einbindung lokaler und stadtregionaler Stakeholder schafft eine breite Basis für eine spätere Realisierung der Planungen.

Eine Steuerungsgruppe mit Expertinnen und Experten der Stadt Wien (MA 18, MA 21, MA 22, MA 49), mit den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt, dem Land Niederösterreich, der Stadtgemeinde Gerasdorf und anderen Partnern begleitet das Projekt mit regelmäßigen Arbeitssitzungen. Das SUM-Nord koordinierte die Projekteinreichung, ist Mitglied der Steuerungsgruppe des lokalen Pilotprojekts, nimmt als Observer an transnationalen Arbeitstreffen teil und unterstützt die federführende MA 18 insbesondere in Fragen der regionalen Governance und bei Kontakten zu niederösterreichischen Stakeholdern.

Weitere Partner im transnationalen Projekt sind die Stadt München (Leadpartner), Grenoble Alpes Metropole, die Stadt Trient, das UIRS Ljubljana,die Region Piemont, das SIR Salzburg, die TU München, die TU Tübingen und die Stadt Zürich.

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