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Regionalpark DreiAnger (LOS_DAMA!)

Grünraumspange Bisamberg - Gerasdorf - Norbert-Scheed-Wald

Der Regionalpark DreiAnger ist eine Grünspange an der nördlichen Wiener Stadtgrenze. Sie verbindet den Bisamberg mit dem Norbert-Scheed-Wald und letztlich mit dem Nationalpark Donau-Auen. Der Landschaftsraum vom Bisamberg, dem letzten Ausläufer der Alpen, über den Rendezvousberg in Wien-Floridsdorf, die Stadtgemeinde Gerasdorf und weiter über Wien-Süßenbrunn bis hin zum Norbert-Scheed-Wald in Wien-Donaustadt soll strategisch und in gemeinsamer Arbeit über die Landes- bzw. Stadtgrenze hinweg entwickelt, aufgewertet und in ausreichendem Maß gesichert werden. Im Fokus ist dabei die Kulturlandschaft mit ihren Funktionen Naherholung, Landwirtschaft, Ökologie etc. Das Projekt dient aber auch als Lernfeld für die Regionale Governance in der Stadtregion.

Die Federführung des Projekts liegt bei der MA 18. Eine Steuerungsgruppe mit Expertinnen und Experten der Stadt Wien (MA 18, MA 21, MA 22, MA 49), mit den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt, dem Land Niederösterreich, der Stadtgemeinde Gerasdorf, dem SUM und anderen Partnern begleitet das Projekt mit regelmäßigen Arbeitssitzungen. Das SUM unterstützt die federführende MA 18 insbesondere in Fragen der regionalen Governance und bei Kontakten zu niederösterreichischen Stakeholdern.

Derzeit wird am "Aktionsplan Regionalpark DreiAnger" gearbeitet. Er enthält einen Pool an zahlreichen konkreten (Einzel-)Maßnahmen, die laufend umgesetzt bzw. zur Umsetzung vorbereitet werden. Die intensive Einbindung lokaler und stadtregionaler Stakeholder schafft eine breite Basis für eine spätere Realisierung der Planungen. Ein von Respekt und Rücksichtnahme getragenes Miteinander von Naherholung und landwirtschaftlicher Produktion ist dabei einer der zentralen Aspekte.

Basis des Aktionsplans ist ein Ende 2017 vorgelegter Landschaftsplan, der Ziele für die Landnutzung, die naturgebundene Erholung und den Naturschutz definiert. Der Landschaftsplan wurde - über die Stadt- bzw. Landesgrenze hinweg - in intensivem Kontakt mit der Steuerungsgruppe und weiteren relevanten Stakeholdern (Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz, Materialgewinnung ...) sowie unter Beiziehung von Bürgerinnen und Bürgern aus Gerasdorf und Wien erarbeitet.

Im Frühsommer 2018 wurde nach einer zweitägigen Ideenwerkstatt mit BürgerInnen eine Grünraumkonferenz mit der Lokalpolitik und den weiteren relevanten Stakeholdern abgehalten. Es folgten gemeinsame Bereisungen (Begehung, Radexkursion, Exkursion auf die Mülldeponie Rautenweg) und schließlich die Namensgebung "Regionalpark DreiAnger" durch ein Voting der Bevölkerung.

Der Landschaftsplan, der als Broschüre vorliegt, wurde von der Wiener Stadtentwicklungskommission zur Kenntnis genommen und wird damit auch als Grundlage für künftige Widmungen herangezogen. Ebenso floss der Landschaftsplan in den Stadtentwicklungsprozess "Vision Gerasdorf 2040" ein.

Weitere Informationen

EU-Projekt LOS_DAMA! als Geburtshelfer für den Regionalpark DreiAnger

Das Projekt "Regionalpark DreiAnger" ist ein lokales Pilotprojekt des im Rahmen des Alpine Space Programmes zu 85 % von der EU-geförderten, transnationalen Projekts LOS_DAMA!. Es wurde im November 2016 gestartet und läuft bis Ende Oktober 2019.

Das Projekt soll anhand von Pilotprojekten in wachsenden europäischen Städten und Stadtregionen des Alpenraums Strategien und Werkzeuge entwickeln, die zur Sicherung und Weiterentwicklung der Kulturlandschaft beitragen. Es sind dies die Region Grenoble-Alpes Métropole, das UIRS Ljubljana, die Stadt München (Leadpartner), die Regione Piemonte, das SIR Salzburg, die Städte Trento, Wien und Zürich sowie als wissenschaftliche Begleitung die TU-München und die Universität Tübingen.

Projektträgerin für unsere Stadtregion ist die Abteilung MA 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung des Magistrats der Stadt Wien. Das SUM initierte das stadtgrenzen-übergreifende lokale Pilotprojekt, unterstützte die MA 18 bei der EU-Projekteinreichung und nimmt als Observer an den transnationalen Arbeitstreffen teil.

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