Springe direkt zu :

Hauptinhalt:

Verein Metropolitanraum Zürich

Vorreiter in der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden in einem großstädtisch geprägten Raum.

Die Raumentwicklung der Schweiz fußt auf dem Raumkonzept Schweiz, der Agglomerationspolitk des Bundes 2016+ und der Politik für die ländlichen Räume und Berggebiete.

Das Raumkonzept Schweiz, von Bund, Kantonen und Gemeinden gemeinsam erarbeitet, identifiziert anhand von statistischen Daten fünf Großregionen um die größten Städte der Schweiz als Metropolitanräume: Basel, Bern, Genf-Lausanne, Tessin und Zürich. Sie werden als Handlungsräume mit engen wirtschaftlichen und verkehrsmässigen Verflechtungen gesehen, deren Herausforderungen sich nur bewältigen lassen, wenn über politische Ebenen und politisch-territoriale Grenzen hinweg zusammengearbeitet wird.

Im Metropolitanraum Zürich leben rund 1,9 Mio Menschen in 238 Städten und Gemeinden, die über acht verschiedene Kantone (vergleichbar den österreichischen Bundesländern) verteilt sind. Rund 120 davon kooperieren im privaten Verein Metropolitanraum Zürich, der im Jahr 2009 gegründet wurde.

Er liegt um eine Maßstabsebene höher, als der Verein Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU), der sich auf die Kooperation in der engeren Stadtregion von Zürich konzentriert.

Kooperationsform

Der private Verein, ins Leben gerufen von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, ist schweizweit Vorreiter in der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden in einem großstädtisch geprägten Raum.

Dem Verein Metropolitanraum Zürich gehören rund 120 Städte und Gemeinden sowie die acht Kantone des Metropolitanraums Zürich an. Vereinsmitglieder mit Stimmrecht können nur Kantone, Städte und Gemeinden werden. Der Verein ist ein freiwilliger Zusammenschluss und nicht demokratisch legitimiert. Zu den assoziierten Mitgliedern gehören auch der Verein Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) und die deutsche Stadt Konstanz. 

Der Verein dient als institutionelle Plattform, um Aktivitäten zur Stärkung des Metropolitanraumes kooperativ anzugehen. Er bedient sich dabei folgender Organe:

  • Metropolitankonferenz Zürich, bestehend aus einer Kantonskammer und einer Städte- und Gemeindekammer, jeweils paritätisch besetzt. Als Mitgliederversammlung und oberstes Vereinsorgan tagt sie halbjährlich und vertritt die Interessen der Mitglieder auch gegenüber dem Bund und nationalen Organisationen.
  • Metropolitanrat, bestehend aus jeweils acht Mitgliedern der Kantonskammer und der Städte- und Gemeindekammer. Ihm obliegt die strategische Steuerung. Die Sitzungen des Metropolitanrates sind nicht öffentlich.
  • Geschäftsstelle und Operativer Ausschuss für die operative Arbeit.

Das Vereinsbudget wird durch die Mitgliederbeiträge gespeist. Die Beiträge der Vollmitglieder richten sich nach deren Stimmkraft bzw. Bevölkerungszahl. Der Verein verfügt über geregelte Meinungsbildungs- und Entscheidungsvorgänge.

Agenda

Die Vereinsstatuten betonen den Metropolitanraum Zürich als gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum, dessen Lebensqualität und internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden sollen.

Der Verein dient seinen Mitgliedern als Plattform für den Informationsaustausch zwischen Kantonen und Gemeinden, aber auch für die kooperative Realisierung von Projekten in den Handlungsfeldern Lebensraum, Verkehr, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Vereinsgremien und die Geschäftsstelle bieten den Mitgliedern zudem verschiedene Dienstleistungen an, um sich auszutauschen und sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Eine wesentliche Funktion des Vereins besteht auch in der Interessenvertretung gegenüber dem Bund. Auf Basis von Beschlüssen und Projektergebnissen nimmt die Metropolitankonferenz Zürich zu aktuellen Bundesvorlagen Stellung. Der Verein sucht den Kontakt mit den Bundesbehörden und nationalen Organisationen, um die Anliegen der Kantone, Städte und Gemeinden des Metropolitanraums Zürich wirksam und effizient zu vertreten, wie zum Beispiel in Sachen

  • Fortführung der Personenfreizügigkeit,
  • Berücksichtigung der Verkehrs-Schlüsselprojekte des Metropolitanraums Zürich,
  • Ansiedelung des nationalen Innovationsparks im Metropolitanraum Zürich und
  • konsequente und offensive Mittelzuwendung für die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation

Aus der Praxis der Raumentwicklung

Das Raumordnungskonzept für die Kantone im Metropolitanraum Zürich wurde im Jahr 2015 von den acht für Raumplanung zuständigen Regierungsräten der beteiligten Kantone verabschiedet. Als informeller, nicht behördenverbindlicher Orientierungsrahmen setzt es ein Zeichen für die planerische Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg.

Springe zum Anfang der Seite