Die Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Wien und Niederösterreich

Unter dem Motto „Die Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Wien und Niederösterreich“ fand am 18. Juni im Education Lab in Wien ein Workshop unter Beteiligung des Stadt-Umland-Managements Wien/Niederösterreich (SUM) statt.

Nach einer Begrüßung folgten Fachinputs von Kinga Hat (SUM), Thomas Timmel (BioBASE GmbH) und Valerie-Sophie Schönberg (Circular Economy Forum Austria). Einblicke in die praktische Umsetzung von Kreislaufwirtschaft gab es von Florian Herkner (Kern Tec), Vertreter von Geier – Die Bäckerei sowie Stanislaus Peterlik (Münzer Bioindustrie GmbH).

Im zweiten Teil des Workshops wurden drei Materialströme mit erheblichen Kreislaufpotenzial näher betrachtet: Altbrot, Marillenkerne und Altspeiseöl. In interaktiven Fokusgruppen diskutierten die Teilnehmenden Chancen, Herausforderungen und Voraussetzungen für die Skalierung möglicher Kreislauflösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die vertiefende Analyse basiert auf den Methoden der Material Flow Analysis (MFA) und der Multi-Criteria Decision Analysis (MCDA). Der zugrunde liegende Ansatz wurde im Rahmen des EU-Projekts „RURBANIVE“ von alchemia-nova entwickelt. Dadurch soll der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft wissenschaftlich fundiert und zugleich praxisorientiert zu unterstützen. Gemeinsam bilden diese Methoden eine ganzheitliche Grundlage für die Entscheidungsfindung und helfen dabei, die nachhaltigsten und am besten umsetzbaren Kreislauflösungen zu identifizieren.

Zum Abschluss bot sich die Gelegenheit, bereits etablierte Best-Practice-Beispiele zu verkosten: Spirituosen von HochBROTzentig und Bier der Brauerei Gruibinger (beide aus Altbrot hergestellt), Schokolade und Milchalternativen von Kern Tec aus Marillenkernen sowie Brotchips von Geier aus Altbrot. Darüber hinaus wurden auch Kostproben von sich noch in Entwicklung befindenden Ideen zu süßen und salzigen Snacks aus dem Biertreber präsentiert.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die teilgenommen, Ideen beigesteuert und sich an den Diskussionen beteiligt haben!

Die Ergebnisse der vertiefenden Analysen, die gezielt die in der in der Stadtregion verfügbaren Mengen an Sekundärrohstoffen berücksichtigen, zeigen konkrete Potenziale für die Weiterentwicklung der stadtregionalen Kreislaufwirtschaft auf.

© alle Bilder alchemia-nova

Personen beim Workshop
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