Regionalpark DreiAnger

Mit dem Regionalpark DreiAnger ist in der nördlichen Stadtregion ein gemeinde- und bundesländerübergreifender Erholungsraum entstanden. Der Regionalpark erstreckt sich vom 21. Bezirk über Gerasdorf bei Wien bis zum 22. Bezirk und verbindet dabei den Bisamberg mit dem zukünftigen Norbert-Scheed-Wald. Er ist circa 3.000 Hektar groß. Sein Name geht auf die drei Angerdörfer Stammersdorf, Gerasdorf und Süßenbrunn zurück. Sie stellen die Ankerpunkte für den Regionalpark dar.

2017 startete im Rahmen des EU-Projekts LOS_DAMA! die Konzeption des gemeindeübergreifenden Regionalparks DreiAnger. Im Zusammenwirken vieler Stakeholder:innen der Stadt Wien und der Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien wurden ein Landschaftsplan und ein Aktionsplan erarbeitet. Die Pläne bilden die Grundlagen für die schrittweise Umsetzung des Regionalparks DreiAnger. Das Projektmanagement erfolgt durch das Stadt-Umland-Management Wien/Niederösterreich.

Die Etablierung des Regionalparks DreiAnger zielt darauf ab, den unter Druck stehenden Landschaftsraum strategisch und in gemeinsamer Arbeit über die Landes- bzw. Stadtgrenze hinweg zu entwickeln, aufzuwerten und zu sichern. Die Landschaft soll punktuell um einzelne Elemente angereichert und für die Erholungsnutzung attraktiver gestaltet werden. Dafür wurde ein Besucher:innenleitsystem entwickelt und umgesetzt.

Die Identifikation mit dem Landschaftsraum und seine Eigenheit sollen bewahrt und gestärkt werden. Die örtliche Landwirtschaft als prägendes Element der Landschaft stellt dabei eine wesentliche Grundlage des Regionalparks DreiAnger dar. Die Koexistenz von unterschiedlichen Landnutzungen ist eine große Herausforderung für den langfristigen Erfolg des Regionalparks.

Schwerpunkte der Umsetzung waren bisher bzw. sind aktuell:

  • die Entwicklung und Ausschilderung von Wanderwegen-Leitsystems wurde 2021 umgesetzt.
  • die Errichtung von Infrastruktur für Aufenthalt, Spiel und Landschaftserlebnis seitens der Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien. Die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien hat im Regionalpark Sitzmöbel, wegbegleitende Spielgeräte und zwei benutzbare Land-Art-Objekte „Himmel und Erde“ (Aussichtsplattform Tulpe und Pavillon Erntedankkrone) aus naturnahen Materialien errichtet. Das Projekt „Himmel und Erde“ wurde vom Verein NÖ-Wien, Gemeinsame Entwicklungsräume gefördert. Das SUM unterstützte die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien bei der Einreichung des Förderantrags.
  • laufende Ergänzungen der Sitzbänke entlang des Marchfeldkanals
  • die Errichtung eines Radwegs in der Westlichen Scheunenstraße in Gerasdorf bei Wien
  • die Bewusstseinsbildung zum Miteinander von Naherholung und ansässiger Landwirtschaft
  • die Öffentlichkeitsarbeit für den Regionalpark DreiAnger und die Website Regionalpark DreiAnger
  • Veröffentlichung und Neuauflage des Info-Folders mit den Informationen zum Regionalpark, Hinweisen über die wichtigsten Merkmale und Attraktionen sowie Übersichtskarte zu den Wander- und Radrouten

Pilotstudie zur Erholungsnutzung im Regionalpark DreiAnger

Die erste Pilotstudie zur Erholungsnutzung im Regionalpark DreiAnger wurde im Zeitraum 2024-2025 durchgeführt. Diese beinhaltet die Analyse des Erholungspotenzials sowie der aktuellen Erholungsnutzung und Erholungsnachfrage. Ein großer Schwerpunkt lag dabei auf Erfassung und Analyse der Besucher:innenprofile vor Ort. Die Studie bietet Erkenntnisse über das Besucher:innenaufkommen sowie Verhalten und Nutzung der umgesetzten Projekte.

Die Ergebnisse heben die Bedeutung des Regionalparks als zentralen Naherholungsgebiet für die Bevölkerung im Norden Wiens und Gerasdorf bei Wien hervor. Besonders beliebt sind dabei der Marchfeldkanal mit seinem Wegenetz sowie die Bereiche rund um die Badeteiche Gerasdorf und Süßenbrunn. Die vorhandene Infrastruktur wird vor allem für Spaziergänge, Radfahren, Hundespaziergänge und Baden benutzt. Gleichzeitig besteht Bedarf an weiteren Ergänzungen und Erweiterungen der Infrastruktur, zusätzlichen Angeboten und einer stärkeren Vernetzung mit anderen Grün- und Erholungsräumen. Um die Bekanntheit des Namens des Regionalparks zu erhöhen, ist gezielte Promotion von großer Bedeutung.

Diese Ergebnisse liefern Inputs für die weitere Entwicklung des Regionalparks und konkrete Ideen für die ausgewogene Weiterführung und Weiterentwicklung der Naherholungsangebote in der Grenzregion zwischen Stadt Wien und der Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien.

Projektbericht Pilotstudie

Weitere Informationen: 

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