Energieraumplanung#
Eine effiziente und sichere Energieversorgung hängt eng mit den Raum- und Siedlungsstrukturen zusammen. Genau damit beschäftigt sich die Energieraumplanung. Im Fokus steht die Schaffung von räumlichen Voraussetzungen für die sparsame Nutzung von Energie und den Einsatz erneuerbarer Energieträger, was zur sicheren Energie- und Klimazukunft in der Region beiträgt. Dabei werden die Themen Energie, Mobilität und Siedlung miteinander verknüpft. Besondere Bedeutung haben in diesem Zusammenhang die Mischung von Funktionen und Nutzungen, eine maßvolle Bebauungsdichte, kurze Wege und kompakte Strukturen. Diese Faktoren werden als Voraussetzungen für eine klimaneutrale und möglichst autarke Energieversorgung betrachtet und als Ziel gesetzt.
Die Energiegewinnung spielt darüber hinaus eine große Rolle und wirkt sich auf die Raumnutzung aus. Von Bedeutung sind dabei die Standorte für Energiespeicheranlagen, die zulässigen Zonen für die Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen (Sektorales Raumordnungsprogramm über Photovoltaikanlagen im Grünland in NÖ) und Windkraftnutzung (Sektorales Raumordnungsprogramm über Windkraftnutzung in NÖ) sowie der Ausbau der Infrastruktur für Energietransporte. Die Möglichkeiten der Energiegewinnung und die Energienachfrage ergänzen sich im regionalen Kontext gegenseitig.
Im Rahmen der SUM-Exkursion 2023 wurden konkrete energieraumplanerische Maßnahmen in der Stadtregion vorgestellt und besichtigt. In der Region werden zahlreiche weitere Vorhaben zur Erreichung der Klimaziele der Gemeinden umgesetzt, wie z. B. das Projekt Maßnahmen der KEM 10vorWien: Energie denken. Für die Stadt Wien wurde mit dem Wiener Wärmeplan 2040 eine verbindliche Grundlage für die zukünftige Klimaneutralität im Bereich der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser beschlossen.
Bei Bedarf unterstützt das Stadt-Umland-Management weitere Vorhaben zur Energieraumplanung und initiiert Austauschformate, um Wissen und Erfahrungen im stadtregionalen Kontext zu teilen.
