Naherholung in der Stadtregion

Die Bedeutung der grünen Infrastruktur für die Stadtregion hat in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die starke Bevölkerungsentwicklung deutlich zugenommen. Gerade in der Corona Zeit wurde sichtbar, wie wichtig ein gut entwickeltes Naherholungs­angebot in der Stadtregion ist. Die Bandbreite der aktuellen Herausforderungen ist groß, neben einer räumlich/regionalen Steuerung müssen auch die demographische Entwicklung, die ökologische Tragfähigkeit von Naherholungsangeboten, die Folgen des Klimawandels und vieles mehr beachtet werden.

Aufbauend auf entsprechende Aktivitäten im Jahr 2021 (u.a. SUM-Forum) wurde im Rahmen des SUM ein Anforderungsprofil für eine stadtregionale Strategie zu diesem Thema erarbeitet. Die Beauftragung einer Strategie Naherholung im Agglomerations­raum Wien wurde in der Beiratssitzung des Vereins Niederösterreich-Wien, gemeinsame Entwicklungsräume, im März 2022 beschlossen. Der Bearbeitungs­raum wurde durch die Vereinsstatuten definiert und beinhaltet die Wiener Stadt­randbezirke sowie die Bezirke Tulln, Korneuburg, Mödling, Baden, Bruck an der Leitha sowie Teile der Bezirke Gänserndorf und Lilienfeld. Die Bearbeitung erfolgte am Institut für Landschafts­entwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN) an der Universität für Bodenkultur Wien. Das Projektmanagement lag beim SUM.

Der Bericht ist die wissenschaftliche Basis für weitere, gemeinsam koordinierte Aktivitäten und ein Arbeitsauftrag für das Stadt-Umland-Management. Die Ergebnisse des Projektes wurden bei der SUM-Konferenz 2024 vorgestellt. Die weitere Vorgangsweise erfolgt in enger Abstimmung mit dem Verein Niederösterreich-Wien, gemeinsame Entwicklungsräume und den Abteilungen RU7, MA 18 und MA 49.
Aufbauend auf die Strategie Naherholung wurden im Rahmen des SUM auch Gespräche zur Erweiterung des Naturparks Purkersdorf geführt, der sowohl das Land Nieder­österreich als zuständige Behörde als auch die Stadt Wien (MA 49 als Grund­eigentümer) zugestimmt haben. Auch der über SUM geführter Dialogprozess Lobau zum Radfahren in der Unteren Lobau erfolgt im Sinne der Strategie Naherholung.

Eine der Empfehlungen war die Etablierung einer Plattform Naherholung für die schrittweise Umsetzung der Strategie Naherholung. 
Die Plattform dient für Projektideen, Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und Umsetzungen. Die kooperative Entwicklung sowie die Rolle als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Akteur:innen übernimmt das Stadt-Umland-Management.

 

 

Verein Niederösterreich-Wien, gemeinsame Entwicklungsräume

Der Verein verwaltet ein Budget zur Förderung von Naherholungsinitiativen in Wien und Niederösterreich. Erfahren Sie hier mehr zu Ihren Möglichkeiten der Förderung.

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